HIV Heimtest

Sozialarbeiterinnen mit Schülern im Gespräch über HIV

LUCKENWALDE – Die beiden Sozialarbeiterinnen Katrin Rüdiger und Elke Schäfer sind regelmäßig in den Schulen des Landkreises unterwegs, um Präventionsarbeit zu leisten. Zudem bieten sie in Luckenwalde und Ludwigsfelde HIV-Beratungen an.

Peinliche Fragen gibt es für sie nicht. „Aufklärung ist wichtig, um Ängste zu nehmen“, sagt Sozialarbeiterin Elke Schäfer. Nach den Herbstferien werden die Frauen wieder in 6. Klassen Sexualaufklärung leisten.

„Am besten wäre es, wenn die Kinder zu Hause von ihren Eltern aufgeklärt werden und wir darauf aufbauen könnten“, sagt Katrin Rüdiger. Aus Erfahrung weiß sie, dass dies meist nicht der Fall ist und sich die Schüler ihr Wissen durchs Internet oder andere Medien aneignen. Allerdings sei dies oft nicht so tiefgreifend, wie es die Schüler vorgeben. Mädchen und Jungen, denen es peinlich ist, vor ihren Mitschülern Fragen zu Verhütungsmitteln, Sexualpraktiken oder HIV-Risiken zu stellen, können die anonyme Blackbox nutzen. Katrin Rüdiger und Elke Schäfer beantworten alle Fragen. Sie sind aber nicht nur Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Erwachsene. Die HIV-Beratungen montags und dienstags in Ludwigsfelde (im ehemaligen Ärztehaus) und donnerstags im Gesundheitsamt in Luckenwalde werden gut angenommen. „Es kommen vor allem Personen, die sich unsicher sind und nicht wissen, ob sie sich eventuell angesteckt haben. Wir führen dann einen anonymen HIV-Test durch. Das Blut wird nach Potsdam ins Labor geschickt und eine Woche später liegt das Ergebnis vor“, sagt Elke Schäfer. Egal wie das Ergebnis ausfällt, es wird den Betroffenen nur persönlich mitgeteilt. Allerdings hatten die beiden Frauen bislang Glück: „Es gab bei uns im Gesundheitsamt bisher noch keinen positiven Befund“, sagt Katrin Rüdiger. (Von Margrit Hahn)