HIV Heimtest

Willkommen

Das Humane Immundefizienz Virus (HIV) greift das Immunsystem, den körpereigenen Abwehrmechanismus gegen Infektionen, an. HIV wird gewöhnlich durch Geschlechtsverkehr oder intravenösen Drogengebrauch (Fixbesteck) übertragen. Es wird geschätzt, dass rund 40 Millionen Menschen mit HIV infiziert sind. Es gibt zur Zeit kein wirksames Heilmittel gegen den HIV-Virus, aber Früherkennung und Behandlung kann Infizierten helfen sehr viel länger zu leben. Dieser Schnelltest ist das Richtige für Sie, wenn Sie glauben, dass Sie in der Lage sind, das Ergebnis alleine ohne die Anwesenheit eines Spezialisten zu verkraften. Sie sollten in jedem Fall einen weiteren Test in einer Klinik in Betracht ziehen. Sollten Sie ein positives Testergebnis haben, suchen Sie sofort ärztlichen Rat oder eine Aidsberatungstelle auf.

Es ist wichtig, dass Sie nach einer eventuellen Ansteckung 3 1/2 Monate warten, bevor Sie den Heimtest benutzen, da die HIV-Infektion sich erst zeigt, wenn die Antikörper sich gebildet haben. In den ersten 14 Wochen nach der Infektion ist es unwahrscheinlich, dass der Test Zeichen für eine HIV-Infektion anzeigt. Für weitere Informationen zu HIV besuchen Sie bitte The Body.

Unsere Dienstleistung ist absolut vertraulich. Wir geben an niemanden Informationen weiter. Sie können hier einen Rapid Anti-HIV (1&2) Test bestellen, und wir liefern schnell und zuverlässig per Luftpost. Die Schnelltests sind zu 99,9% genau. Sie erfahren das Ergebnis innerhalb von 10 Minuten. Der Test sucht und stellt HIV-1 & HIV-2 Antikörper in einer Blutprobe fest. Die Anwesenheit von HIV-Antikörpern weist auf die Anwesenheit des HIV-Virus hin.

Der Schnelltest ist von USAID anerkannt. Bitte klicken sie hier, um die Liste der von USAID anerkannten HIV/AIDS Rapid Test-Kits zu lesen oder klicken Sie hier, um die USAID-Tabelle herunterzuladen. Die Information befindet sich in der 25. Reihe der Tabelle.

letzten Nachrichten

HIV-Tests ohne Einwilligung?

Ärzte und Aids-Hilfe sind sich bei dem Thema nicht einig

Essen. Ärzte und Vertreter der Aidshilfe sind sich nicht einig darüber, ob in Deutschland ein HIV-Test ohne aktive Einwilligung des Patienten im Rahmen einer Routineuntersuchung eingeführt werden sollte. Vor allem in Großstädten mit vielen HIV-Infektionen sei ein Test ohne schriftliche Zustimmung des Betroffenen ratsam, sagte der Mediziner Georg Behrens am Samstag auf einer Fachtagung der Aidshilfe NRW in Essen. Gegner dieses Verfahrens wiesen darauf hin, dass Menschen, die permanent zum Arzt gingen, mehrfach getestet würden. Die Zielgruppe der homosexuellen Männer von rund 30 Jahren würde aber gar nicht getestet, kritisierte Armin Schafberger von der Deutschen Aidshilfe.
Abgesehen von einer fehlenden rechtlichen Grundlage seien HIV-Tests ohne Einwilligung zudem ein “Milliardengrab”. Die Kosten würden auf bis zu 1,1 Milliarden Euro geschätzt. epd

Präservation Glosse

Verkehr Das Gesundheitsamt bläst mit Vollgas zum Angriff auf HIV-Testmüdigkeit bei jungen Leuten. Von Markus Klohr
In Sachen Gesundheitspräservation hat das Kreisgesundheitsamt längst den Grand Prix verdient. Morgen peilt die Behörde erneut die Pole-Position an und geht von 22 bis 24 Uhr auf die Piste, also: die Ludwigsburger Disco Apfelbaum im Gewerbegebiet Tammerfeld. Dort steigt die Aktion “Boxenstopp-HIV-Test”. Außer einer Ausstellung von Kondomen, inklusive Praxistest zur Handhabung derselben an einem Holzpenis, haben Discobesucher und andere Fans des geschlechtlich motivierten Rennzirkus die Möglichkeit, sich gratis und anonym auf HIV testen zu lassen.

Der Titel der Veranstaltung birgt ausgesprochen große Symbolkraft. Während die heutige Großelterngeneration promiskuitätstechnisch allenfalls mit dem Leiterwagen auf dem Feldweg herumspazierte, gibt die junge Generation Vollgas, wechselt ihre Geschlechtspartner wie Formel-1-Teams ihre Reifen. Deutlich weniger rasend ist aber oftmals das Interesse an Aidstests. Der Boxenstopp ist geradezu das Sinnbild für ein blitzschnelles Rein-Raus, wo abgenutzte Gummis ohne Rücksicht auf Verluste in die Ecke fliegen. Von dem Mythos des Boxenluders jetzt mal ganz zu schweigen. Einziger Makel: für die Blutentnahme steht nur ein Rotkreuzfahrzeug und kein Rennwagen zur Verfügung.

Trotzdem können die Discobesucher von der behördlichen Bleifußaktion einen wertvollen Leitsatz für ihr künftiges Sexualverhalten ableiten. Nein, gemeint ist hier natürlich nicht “Wer bremst, verliert”.

Sondern eher “Gib Gummi!”

USA: 19 Prozent der schwulen Städter HIV-positiv

Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde ist einer von fünf Männern, die mit Männern Sex haben, in amerikanischen Großstädten HIV-positiv.

Das ist das Ergebnis einer Studie der Centers of Disease Control (CDC) von über 8.000 Männern aus 21 Städten. Insgesamt seien von ihnen 19 Prozent positiv getestet worden. Die Infektionsraten sind sehr abhängig von Bevölkerungsgruppen: Während 28 Prozent der getesteten schwarzen Männer HIV-positiv ist, waren es bei Latinos 18 Prozent und bei Weißen 16 Prozent. Die CDC erklärt sich die Unterschiede mit dem sozialen Status der Männer.

Schwarze Männer waren sich auch eher nicht bewusst, dass sie sich infiziert haben: 59 Prozent wussten bei einem HIV-Test nichts von ihrer Infektion. Bei Latinos waren es 46 Prozent, bei Weißen 26 Prozent. Die Unwissenheit war besonders hoch bei 18- bis 30-Jährigen, von denen zwei Drittel kalt erwischt wurden – verglichen mit 37 Prozent bei den über 30-Jährigen.
(Fortsetzung nach Anzeige)

Probleme sind Armut und Defizite in Prävention

Die CDC erklärten, die gefährdetste Gruppe seien junge Schwarze. Als Hauptgrund nannte die Behörde die höhere Armut in diesem Teil der Bevölkerung, die den Männern ein Coming-out erschwert. Zudem sei der Zugang zum Gesundheitswesen in dieser Gruppe stark eingeschränkt, weil viele ohne Krankenversicherungsschutz und Zugang zu Präventionsbotschaften lebten.

CDC-Chef Jonathan Mermin erklärte gegenüber “Reuters”, in den USA müsste generell die Präventionsarbeit in der schwulen Szene gefördert werden. Er kritisierte sowohl die Regierung als auch die Gay Community, die das Thema noch immer unterschätzen würden.

Im vergangenen Jahr hatten die CDC bereits eine Studie veröffentlicht, die schwulen und bisexuellen Männern ein 50 Mal höheres Risiko als heterosexuelle Männer oder Frauen attestierte, sich mit HIV zu infizieren (queer.de berichtete). (dk)

HIV-Schnelltest beim Rastatter Gesundheitsamt

Rastatt (ps) – Ab sofort bietet das Gesundheitsamt Rastatt in seiner Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit neben dem herkömmlichen HIV-Antikörpertest (Aids-Test) und Untersuchungen auf andere sexuell übertragbare Erkrankungen auch einen HIV-Schnelltest an. Für die Durchführung reicht ein Tropfen Blut aus der Fingerbeere, das Ergebnis liegt nach etwa 30 Minuten vor. Beim herkömmlichen Test wird das aus einer Armvene abgenommene Blut an das Landesgesundheitsamt zur Untersuchung geschickt, bis zum Ergebnis dauert es ungefähr eine Woche.

Foto: dpa
In einer Zeit, in der HIV-Schnellteste auch über das Internet angeboten werden, soll das neue Angebot für Personen, die sich für die Durchführung eines Schnelltestes entschieden haben, eine adäquate Beratung sowie eine korrekte Durchführung und Bewertung des Testes sicherstellen.

Auch der Schnelltest weist Antikörper nach. Damit kann wie beim herkömmlichen Testverfahren auch beim Schnelltest eine sichere Aussage frühestens 12 Wochen nach einem Risikokontakt gemacht werden. Ein korrekt durchgeführter negativer Schnelltest hat die gleiche Aussagekraft wie der herkömmliche Test.

Fällt der Schnelltest positiv aus, ist die Durchführung eines Bestätigungstestes im venösen Blut erforderlich, da der Schnelltest sehr empfindlich ist und falsch positive Resultate vorkommen können. Der Schnelltest wird nur donnerstags von 8.00 bis 12.00 Uhr durchgeführt und kostet 15 Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der herkömmliche HIV-Antikörpertest ist weiterhin kostenlos. Alle Testungen werden anonym angeboten und finden im Anschluss an eine ausführliche Beratung statt.

Gradmesser der weltweiten Entwicklung

Vor zehn Jahren hielten die wenigsten für möglich, was bis heute im Kampf gegen Armut erreicht wurde. Die Millenium-Entwicklungsziele waren hierbei von unschätzbarem Wert
Was zehn Jahre für einen Unterschied machen können. Im September 2000 überwand die Vollversammlung der Vereinten Nationen für einen Augenblick ihre Differenzen und nahm einstimmig Kofi Annans ambitionierten Plan zur Bekämpfung der weltweiten Armut an. Weniger als ein Jahrzehnt nach dem Ende des Kalten Krieges und vor dem Hintergrund wachsenden Vertrauens in die wirtschaftliche Entwicklung herrschte das Gefühl vor, dass sich die Dinge wirklich zum Besseren wenden könnten – für alle.

Milleniumsgipfel (Emmanual Dumand AFP/Getty Images)

Ein weiteres Jahrzehnt später treffen sich die Regierungschefs nun erneut in New York, um über den Stand des Kampfes gegen die Armut zu beraten, dieses Mal allerdings vor dem Hintergrund von Weltfinanzkrise, Klimawandel und steigender Nahrungspreise. Von einem Sieg kann keine Rede sein. Aber als derjenige, der sich für die Formulierung der acht Millenium-Entwicklungsziele (engl. millenium developement goals, MDG) verantwortlich zeichnet, bin ich der Auffassung, dass es absolut gerechtfertigt war, sich diese Ziele zu stecken.

Wenn man zehn Jahre zurückblickt, erstaunt nicht so sehr, wie wenig, sondern vielmehr wieviel in dieser Zeit erreicht werden konnte. Nehmen Sie zum Beispiel das ehrgeizige Ziel, die Zahl der Menschen, die von weniger als einem Dollar am Tag leben müssen, zu halbieren: Vor zehn Jahren wurde dies als vollkommen unrealistisch verschrien, heute ist es aufgrund des schnellen Wirtschaftswachstums in China und anderen Teilen Asiens in greifbare Nähe gerückt.

Weniger in den Medien thematisiert, aber nichtsdestotrotz von großer Bedeutung ist eine aktuelle Prognose, nach der es neun afrikanischen Ländern ebenfalls gelingen wird, die Armut bis 2015 zu halbieren – diese Deadline hatten wir uns vor zehn Jahren gesetzt. Auch im Bildungsbereich wurden gewaltige Fortschritte erzielt: Länder wie Tansania und Ghana bewegen sich in Windeseile auf eine umfassende Grundschulausbildung für alle zu; weltweit gehen heute 40 Millionen Kinder mehr in die Grundschule als noch vor zehn Jahren.

Die MDGs waren für diese Veränderungen von unschätzbarem Wert. Sie stechen aus der Masse an unzähligen Gipfeltreffen, Resolutionen und zahnlosen Abschlussdokumenten heraus, weil sie ganz konkrete, quantifizierbare Ziele benennen, an denen der Fortschritt bemessen werden kann. Sie lassen keinen Raum mehr für die faktenarmen Debatten mit dem ewiggleichen Tenor, Entwicklungshilfe sei ein Fass ohne Boden und funktioniere eben einfach nicht. Mit Hilfe der Zielvorgaben können wir messen und benennen, was funktioniert und was nicht.

ANZEIGE

Geber- und Entwicklungsländer können sich nun praktisch darüber verständigen, welche Schwerpunkte sie bei ihren Anstrengungen in der Armutsbekämpfung setzen wollen, damit sich das Leben der einfachen Leute wirklich zum Besseren hin verändert. Auch auf politischer Ebene führten die MDGs zu einem positiven Wettstreit der Nationen. Afrikanische Präsidenten erzählten mir, sie seien stolz darauf, ihre Nachbarländer bei der Anzahl der angemeldeten Grundschulkinder zu übertreffen. Unterm Strich sind die MDGs zu dem geworden, was Annan und ich uns erhofft hatten: eine Art Gradmesser für die weltweite Entwicklung.

Defizit: Kinder- und Müttersterblichkeit

Die Regierungschefs, die sich in dieser Woche in New York versammelt haben, können aus ihren Erfolgen Mut schöpfen, sollten sich aber um noch bessere Ergebnisse bemühen. Nick Cleggs Ankündigung, das Hauptaugenmerk der britischen Regierung in New York werde auf dem Wohlergehen von Müttern und Kindern liegen, ist zu begrüßen. Den schockierenden Sterblichkeitsraten bei Kindern unter fünf Jahren und Müttern wird weltweit immer noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Hier herrscht die größte Diskrepanz zwischen der Realität und den gesteckten Zielen. Millionen von Kindern und Müttern sterben, obwohl bekannt ist, wie sie gerettet werden könnten: Umfassender Zugang zu Gesundheitsversorgung, Impfungen, Familienplanung und die Gewährleistung sicherer Geburten in Kombination mit Sonderhilfen für die ärmsten und am meisten ausgegrenzten Mütter und Kinder wären hier als die wichtigsten Punkte zu nennen. Doch das Bild ist auch hier nicht durch und durch düster und überraschender Weise gibt es ärmere Länder wie Malawi oder Bangladesch, die schnellere Fortschritte machen als reichere Nachbarn wie Kenia oder Indien.

Im Laufe der nächsten fünf Jahre müssen wir von diesen Ländern lernen und gleichzeitig die finanziellen Mittel zur Stabilisierung der erreichten Erfolge zur Verfügung stellen, damit diese nicht wieder zunichte gemacht werden. Die Ziele können aber nicht durch die Hilfen westlicher Länder allein erreicht werden. Auch die Entwicklungsländer müssen ihre Versprechen einhalten, 15 Prozent ihrer öffentlichen Ausgaben auf den Ausbau der Gesundheitssysteme zu verwenden, um sich in die Lage zu versetzten, diese in Zukunft selbstständig auf Grundlage ihrer eigenen Steuereinnahmen zu tragen. Afrika wächst heute schneller als Europa und die Möglichkeiten des sich ausweitenden privaten Sektors müssen genutzt werden. In der gleichen Weise, wie afrikanische Unternehmen HIV-Tests durchführen und die Unterstützung infizierter Angestellter übernommen haben, könnten sie auch bei einfachen aber effektiven Initiativen im Bereich der Familiengesundheit mit der jeweiligen Regierung zusammenarbeiten.

Keiner stellt das Ausmaß der vor uns stehenden Herausforderungen in Frage, aber noch vor zehn Jahre gab es viele, die nicht für möglich gehalten hätten, dass wir bis heute so weit kommen würden. In dieser Woche müssen die Regierungschefs ihre Bereitschaft zur Bekämpfung der Armut erneuern und sagen, wie sie in den kommenden fünf Jahren weiter vorgehen wollen. Es kann immer noch alles gewonnen werden.

Sozialarbeiterinnen mit Schülern im Gespräch über HIV

LUCKENWALDE – Die beiden Sozialarbeiterinnen Katrin Rüdiger und Elke Schäfer sind regelmäßig in den Schulen des Landkreises unterwegs, um Präventionsarbeit zu leisten. Zudem bieten sie in Luckenwalde und Ludwigsfelde HIV-Beratungen an.

Peinliche Fragen gibt es für sie nicht. „Aufklärung ist wichtig, um Ängste zu nehmen“, sagt Sozialarbeiterin Elke Schäfer. Nach den Herbstferien werden die Frauen wieder in 6. Klassen Sexualaufklärung leisten.

„Am besten wäre es, wenn die Kinder zu Hause von ihren Eltern aufgeklärt werden und wir darauf aufbauen könnten“, sagt Katrin Rüdiger. Aus Erfahrung weiß sie, dass dies meist nicht der Fall ist und sich die Schüler ihr Wissen durchs Internet oder andere Medien aneignen. Allerdings sei dies oft nicht so tiefgreifend, wie es die Schüler vorgeben. Mädchen und Jungen, denen es peinlich ist, vor ihren Mitschülern Fragen zu Verhütungsmitteln, Sexualpraktiken oder HIV-Risiken zu stellen, können die anonyme Blackbox nutzen. Katrin Rüdiger und Elke Schäfer beantworten alle Fragen. Sie sind aber nicht nur Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Erwachsene. Die HIV-Beratungen montags und dienstags in Ludwigsfelde (im ehemaligen Ärztehaus) und donnerstags im Gesundheitsamt in Luckenwalde werden gut angenommen. „Es kommen vor allem Personen, die sich unsicher sind und nicht wissen, ob sie sich eventuell angesteckt haben. Wir führen dann einen anonymen HIV-Test durch. Das Blut wird nach Potsdam ins Labor geschickt und eine Woche später liegt das Ergebnis vor“, sagt Elke Schäfer. Egal wie das Ergebnis ausfällt, es wird den Betroffenen nur persönlich mitgeteilt. Allerdings hatten die beiden Frauen bislang Glück: „Es gab bei uns im Gesundheitsamt bisher noch keinen positiven Befund“, sagt Katrin Rüdiger. (Von Margrit Hahn)

NNZ-KURZ-NEWS AM DONNERSTAG

Wenn Sie sich für Neuregelungen bei Hartz IV interessieren oder sich auf eine HIV-Infektion untersuchen lassen wollen, dann sollten sie unbedingt auf “lesen” klicken…

INFOS ZU HARTZ IV

Am Donnerstag, dem 23. September 2010 findet um 18.00 Uhr in der Gaststätte „Ottos Steakhaus“, Geseniusstraße 26 in 99734 Nordhausen ein öffentlicher und kostenloser Informationsabend zu Fragen zum ALG II statt.

Themen werden sein: Neuregelungen im SGB II, Durchsetzung von Ansprüchen, Rückforderungen und Aufrechnung von ALG II-Leistungen, Widerspruch und Sozialrechtsklage, Kosten der Unterkunft und Heizung, Sanktionen, Beschäftigungsprogramm 2. Arbeitsmarkt (Bürgerarbeit u.a.), Geplante Gesetzesänderungen im SGB II. Als Referenten steht Kollege Wolfgang Meyer zur Verfügung.

Herr Meyer ist ehrenamtlich als ALG II-Berater des DGB Kreisverbandes Nordhausen tätig und führt seitdem in den Räumen der IG BAU, Neustadtstraße 6, I. Etage in 99734 Nordhausen wöchentlich kostenlose Beratungen für ALG II-Empfänger durch. Telefonische Anmeldung für die Beratungen nur unter 03631-60850 (Hotline).

AIDS-BERATUNG IM LANDRATSAMT

Der Fachbereich Gesundheitswesen im Landratsamt Nordhausen bietet auch im kommenden Quartal wieder immer donnerstags eine Aids-Beratung an. Interessierte können dort von 14 bis 16 Uhr kostenlos und anonym einen HIV-Test machen lassen. Termine sind darüber hinaus auch individuell nach Vereinbarung unter 03631/911-186 möglich. Die Aids-Beratung ist im Landratsamt umgezogen und ist jetzt in Zimmer 140 erreichbar.

Source

Nichtmal die Kirche ist eine Hilfe

In Rapogi steigt die Zahl der HIV- Infizierten täglich – auch, weil Kondome verboten sind. Vor knapp zehn Jahren reiste Joan Michelis aus Much dorthin und erfuhr von der erschütternden Situation. Doch er brachte Hilfe.

Auch für Kinder gibt es in Rapogi spezielle Kurse, in denen sie auf ein Leben mit der HIV-Infektion vorbereitet werden. Inzwischen geht die kenianische Bevölkerung immer offener mit der Erkrankung um. BILDER: RAPHAEL THELEN

RAPOGI / MUCH – Das Dorf Rapogi im Westen Kenias verspricht Idylle pur. Doch die Aufschriften über den Türen der flachen Gebäude trüben das Bild: „Männerstation, Kreißsaal, Labor“. Das kleine Gelände gehört zum örtlichen Krankenhaus und liegt in einer Region, in der fast die Hälfte der Bevölkerung HIV-positiv ist.
Vor knapp zehn Jahren reiste Joan Michelis aus Much nach Rapogi und erfuhr von der Situation. Er beschloss zu helfen, gründete mit seinem Vater den Verein „First Aid for Kenia“ und sammelte Spenden. Durch die große Unterstützung, die er in seiner deutschen Heimatgemeinde Much erfährt, können heute mehrere Ärzte bezahlt sowie notwendige Ausstattung gekauft werden. Diese Hilfe ist für die Menschen in Rapogi oftmals lebenswichtig: „Jeden Tag hören wir von neuen Fällen. HIV ist ein Riesenproblem“, erklärt John Alila, der Assistenz-Arzt in der HIV-Station des Krankenhauses.

Rapogi liegt in einer der am schlimmsten von HIV betroffenen Regionen der Welt. Im Dreiländer-Eck zwischen Ruanda, Uganda und Kenia gelegen, ist es ein Knotenpunkt für Flüchtlinge, Reisende und Fernfahrer. Prostitution ist in den umliegenden Städten weit verbreitet und Polygamie eine gängige Lebensform.

„Die meisten Infektionen werden durch Geschlechtsverkehr übertragen“, sagt Alila. Das Krankenhaus versucht, dem Problem auf vielfältige Weise entgegenzuwirken, doch stoßen die Mitarbeiter dabei immer wieder auf Hindernisse. Vor allem traditionelle gesellschaftliche Strukturen verstärken das Problem.

Menschen, die infiziert sind, werden schnell stigmatisiert und von ihrer Familie ausgestoßen. Deswegen trauen sich viele nicht, einen HIV-Test zu machen oder sich zu ihrer Krankheit zu bekennen. „Manche reisen in weit entfernte Städte, andere tun einfach nichts“, schildert der Mediziner Alila. „Und manche wissen, dass sie HIV haben und benutzen dennoch keine Kondome.“

Das Krankenhaus versucht, in Seminaren die Menschen über den richtigen Umgang mit HIV aufzuklären. Den Betroffenen wird gezeigt, wie oft sie zur Untersuchung kommen müssen, wie sie ihre Medikamente einzunehmen haben und was sie im Umgang mit ihren Mitmenschen zu beachten haben. Ähnliche Kurse gibt es für Kinder unter zehn Jahren, denn viele werden schon im Mutterleib mit dem Aids-Erreger angesteckt. Mit einer Mischung aus Spiel und Ernst erklären die Krankenhauskräfte, wie die Kinder mit der Infektion leben können. Die eingesetzten Arzneimittel können das Leben eines Betroffenen um bis zu 20 Jahre verlängern. Die benötigten Medikamente sind in Rapogi meistens verfügbar, doch haben sie eine unerwünschte Wirkung: „Die Infizierten-Rate steigt immer noch an, weil die Menschen wissen, dass es Medikamente gibt und sich deswegen nicht vor einer Ansteckung fürchten“, berichtet Alila.

Gleichzeitig befindet sich die vom Franziskaner-Orden geleiteten Klinik in einem weiteren Dilemma. Denn selbst wenn ein Patient zu ihnen kommt und um Kondome bittet, kann sie diesem Wunsch nicht nachkommen. Ein Großteil der Arbeit wird von der katholischen Kirche finanziert. Und diese verbietet bis heute das Benutzen von Kondomen. Doch auch Positives gibt es zu berichten: „Die Stigmatisierung Betroffener nimmt ab. Dies macht es den Menschen leichter, zu uns zu kommen“, sagt Alila. Die Gruppe „First Aif for Kenia“ unterstützt auch Jugendgruppen im Dorf, die Gleichaltrige aufklären.

Schwester Victoria, die das Krankenhaus leitet, bemüht sich, dem Problem neuerdings mit Präventionsarbeit in den Dörfern zu begegnen. Doch zum einen fehlen die Mittel, um mehr als eine Schwester dafür abzustellen, und zum anderen ist es schwer, die traditionellen Strukturen zu verändern: „Trifft man die Menschen, mit denen man gestern noch über HIV gesprochen hat, dann haben sie heute schon wieder alles vergessen“, klagt sie.

Source

„Infektion ist eine Bürde, aber auch eine Chance“

Schirin Bogner zu Gast beim ersten Flohmarkt in Rod zugunsten des Vereins „Aids-Aufklärung“ – 700 Euro überreicht

(sn). „Es ist eine Bürde, aber ich begreife es auch als eine Chance“, sagt Schirin Bogner über ihre HIV-Infektion. Die 25-Jährige ist seit ihrer Geburt HIV-positiv und hat auch ihre Eltern durch diese Krankheit verloren. Am Samstag war sie zu Gast beim ersten Flohmarkt in Rod an der Weil zu Gunsten des Vereins „Aids-Aufklärung“, Frankfurt.

Gemeinsam mit Eva Hartgenbusch hat die damals 16-Jährige das Buch „Ich wollte hundert Jahre werden“ über ihr Leben mit dem HI-Virus geschrieben, das im Jahr 2001 erschienen ist. Ihre Chance sieht sie jetzt darin, dass sie in Schulen für den Verein „Aids-Aufklärung“ ehrenamtlich unterwegs ist und dort mit den Jugendlichen ins Gespräch kommt. Bogner will jetzt ihr Fachabitur nachmachen und anschließend Sozialarbeit studieren. Sie hofft dann auf eine Festanstellung im Aids-Präventionsbereich, denn auf dem freien Arbeitsmarkt hat sie aufgrund ihrer Bekanntheit und ihrer Infektion keine Chance.

Hildi Keul von der „Aids-Aufklärung“ betrachtete es als einen großen Vorteil, dass zurzeit Bogner und ein HIV-positiver Mann, beide mit unterschiedlichen Biografien, die Mädchen und Jungs getrennt über Sexualität und Aids informieren können. Denn diese Aufklärung ist gerade in einem sensiblen Alter nötig. Die Jugendlichen seien immer sehr interessiert und sehr bewegt, wenn sie mit ihr sprächen, betonte Bogner. Sie berichtet auch, dass an der Frankfurter Universitätsklinik, wo sie selbst auch in Behandlung sei, zurzeit 60 infizierte Kinder betreut würden. Bundesweit seien etwa 200 Kinder betroffen. In Deutschland sei der HIV-Test im Mutterpass immer noch nicht vorgeschrieben, wie in Österreich, wo sie herstammt. Dort sei es dadurch gelungen, die Rate von Neugeborenen mit HIV-Infektion auf null zu senken.

„Ich finde es großartig, dass es solche Menschen gibt“, freute sich Bogner und meinte damit Sabine Rockhoff aus Cratzenbach, die zwei HIV-infizierte Kinder adoptiert hat und immer wieder welche in Pflege nimmt. Aber sie lobte auch die Organisatorin des Flohmarkts, Christina Stupp aus Hasselbach. Diese konnte Keul und Bogner abschließend 700 Euro überreichen, die sich aus den Einnahmen des Kaffee- und Kuchenverkaufs, den Standgebühren, Spenden und der Tauben-Start-Gebühr zusammensetzen. Denn Lars Mannsbart aus Langenbach war mit 30 Tauben angereist, die die Kinder mit Briefchen versehen starten lassen durften. Für den Flohmarkt hatten einige angemeldete Standbetreiber wegen des unbeständigen Wetters wieder abgesagt, aber trotzdem herrschte hier auf dem Rewe-Parkplatz eine gute Stimmung. Und bei den trotzdem aufgebauten Ständen, die zwischendurch immer wieder unter Regenplanen verschwanden, ging doch so mancher „Floh“ über den „Ladentisch“.

Source: usinger

Interview: Jeder Sechste ist ein Freier

Die Aidshilfe Kassel bietet unter anderem kostenlose und anonyme HIV-Tests an. Dabei stellt ein Arzt anhand einer entnommenen Blutprobe fest, ob eine HIV-Infektion vorliegt. Im vergangenen Jahr gab es 172 Untersuchungen.

Bei 30 Klienten handelte es sich um heterosexuelle Freier, also um Männer, die Prostituierte besuchen. Sie kamen zur Aidshilfe weil sie befürchteten, sich mit dem HI-Virus angesteckt zu haben. Oft suchten Freier lieber die Aidshilfe auf, als zum Hausarzt zu gehen, sagt der Geschäftsführer der Aidshilfe, Rainer Schultz. Wir befragten ihn dazu.

Herr Schultz, was sind das für Männer, die Freier, die zu Ihnen kommen?

Rainer Schultz. Geschäftsführer der Aidshilfe Kassel.
Schultz: In Anbetracht von Statistiken, die besagen, dass jeder sechste Mann regelmäßig zu Prostituierten geht, handelt es sich um einen breiten Querschnitt der Gesellschaft. Dementsprechend kommen die Männer aus unterschiedlichen sozialen Situationen. Deshalb müssen wir auch ein sehr differenziertes Angebot machen. Es gibt Männer, die gehen selbstbewusst in das Gespräch und andere mit extremen Ängsten.
Gibt es bei den Besuchen von Freiern in den Räumen der Aidshilfe Spitzenzeiten?

Rainer Schultz: Nach den Ferien, aber auch nach Messen in Frankfurt und Hannover merken wir eine deutlich verstärkte Nachfrage nach unserem Beratungsangebot.

Sie bieten Freiern auch Beratungsgespräche an. Worum geht es dabei in erster Linie?

Schultz: Prostitution ist noch immer ein tabuisiertes Thema – auch bei den Freiern. Das bedeutet für sie Schwierigkeiten, sich selbst zu schützen. Insofern stehen Fragen von Übertragungswegen und eine Risikoabschätzung im Mittelpunkt. Die zentrale Frage lautet in den meisten Fällen: Kann was passiert sein? Dann haben wir die Möglichkeit, einen HIV-Test zu machen.

Aber auch für Männer, deren Kenntnis über Aids groß ist, können irrationale Ängste im Raum stehen. Eben weil das eigene Verhalten oft mit Scham besetzt ist. Großen Raum nimmt die Frage ein: Wie gehe ich mit dem Thema in der Partnerschaft um? Was bedeutet das für meine Partnerin? Das ist für viele Freier die größte Schwierigkeit.

Müssen Sie Ihren Klienten oft mitteilen, dass sie sich angesteckt haben?

Schultz: Nein, das ist zum Glück die Ausnahme.

Worin besteht Ihre Hilfe?

Schultz: In Beratung rund um das Thema HIV und sexuell übertragbare Krankheiten. Wir arbeiten mit Ärzten zusammen und können gegebenenfalls die Klienten weitervermitteln.

Was ist wünschenswert oder verbesserungswürdig?

Schultz: Mit dem gemeinsamen Projekt, das wir mit dem Verein Frauen informieren Frauen machen, möchten wir die Arbeit vor Ort intensivieren. Außerdem wollen wir im Online-Bereich aktiver werden. Damit versprechen wir uns eine noch bessere Möglichkeit, Kontakt zu den Freiern aufzunehmen.

Source: hna